Feuerwehr Mühlleiten
Ihre Sicherheit - unser Auftrag

Der menschliche Faktor bei der Feuerwehr


Unter dem menschlichen Faktor verstehe ich die menschliche Einflussgrösse. Es ist ein Sammelbegriff des menschlichen Fühlens, des Empfindens, der Wahrnehmungen, des Erkennens und des Denkens. Dazu zählt noch unter anderem bewusste und unbewusste psychische Vorgänge (z.B. Denkvorgänge) vom Erlebten und Verhalten des Menschen in der Gesellschaft. Der Mensch kommuniziert, interagiert oder arbeitet zusammen als Teammitglieder untereinander bzw. auch mit komplexen Geräten und Strukturen. Die Pädagogik ist als Wissenschaft der Erziehung und Bildung sehr wichtig.

Die Erklärung des Begriffes "des menschlichen Faktors" ist noch lange nicht abgeschlossen, daher versuche ich durch die Ausbildung in der Feuerwehr darauf hinzuweisen. Die Feuerwehr arbeitet in Teams zusammen, es gilt das Motto "ohne Fleiß kein Preis".
Mir ist bewusst, dass ein Genie aus 10% Talent und 90% Fleiß besteht. Wir wissen auch sehr oft nicht was wir selbst wollen und welche Talente wir haben. In unserer Jugend sind wir auf Menschen wie z.B. unsere Ausbildner angewiesen, die uns helfen unsere Talente bzw. Neigungen zu erkennen und zu fördern. Wir Menschen sind nicht alle gleich. Eine Erklärung kann uns helfen, aber einem anderen sagt dies nichts und muss anders durch eine Umschreibung zum Verstehen führen. 
Einerseits hängt es von unserem Arbeitseifer und Einsatz ab unsere Vorlieben zu entwickeln, andererseits ohne Try and Error gibt es keine Selbsterkenntnis. Also nur durch Fehler kann es eine Kurskorrektur geben. Sind wir vom Weg abgekommen, so haben wir Ausbildner die uns helfen. Die Erfolgskontrolle sagt dem Ausbildner in Übungen, ob das Schulungsziel erreicht wurde.
Als Erfolg bezeichne ich meine Schulung in gestellten Übungsaufgaben vor dem Ausbildner anwenden zu dürfen. Das Erlernte soll immer wieder auf ihren Wahrheitsinhalt überprüft bzw. weiter entwickelt werden, um neue Erfahrungen zu gewinnen.

Wir dürfen niemals vergessen, dass unser Wissen aus der Praxis kommt. Erst später wurde unser Wissen in Bücher für die Nachwelt festgehalten.

Bei der Feuerwehr dienen Schulungen und Übungen für den Ernstfall des Feuerwehreinsatzes.
Die Wichtigkeit der internen und externen Ausbildner bei der Feuerwehr kann gar nicht hoch genug "GELOBT" werden!
Wir können in userer Feuerwehr auf eine Besonderheit hinweisen. Unser Kommandant OBI Walter Lindner ist Bezirksausbildner und unser Kommandant-Stellvertreter BI Peter Holy ist Abschnittsjungend-sachbearbeiter.


MKG EOBI Johann Uher                                                                                                 25.03.2019







UMFRAGE Weltweites Misstrauen

Politiker haben weltweit den schlechtesten Ruf unter allen Berufen

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 16.10.14, 01:01 Uhr      Link: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/10/16/politiker-haben-weltweit-den-schlechtesten-ruf-unter-allen-berufen/


Unter allen Berufsgruppen genießen Politiker weltweit das mit Abstand geringste Vertrauen der Bevölkerung. In Deutschland sagen nur 15 Prozent, dass sie der Berufsgruppe der Politiker vertrauen. Auch Journalisten, Werbefachleute und Versicherungsvertreter haben bei den Deutschen einen schlechten Ruf. Laut einer globalen Studie genießen Feuerwehrmänner und Ärzte das höchste Vertrauen unter allen Berufsgruppen.

Politiker hingegen stehen in fast allen Staaten ganz unten auf der Liste. In Deutschland ist das Ansehen der Volksvertreter besonders gering. In 15 von 25 untersuchten Ländern werden Feuerwehr-männer als die am meisten vertrauenswürdige Berufsgruppe angesehen, so eine Studie des GfK Vereins. Im Schnitt genießen sie das Vertrauen von 90 Prozent der Befragten. Auch Krankenschwester (89%), Ärzte (89%) und Lehrer (88%) sind weltweit sehr angesehene Berufe.
Doch das Vertrauen in die Politiker liegt im globalen Schnitt bei nur 31 Prozent. Dies ist der mit Abstand niedrigste Wert unter allen Berufsgruppen. In Spanien liegt das Vertrauen in die Volksvertreter sogar bei nur 5 Prozent, in Deutschland immerhin bei 15 Prozent, in Indonesien bei 50 Prozent. In 23 Ländern stehen die Politiker ganz unten auf der Liste der Berufsgruppen. Nur in Indonesien und Schweden finden sich die Volksvertreter an der vorletzten Stelle. Dort werden Versicherungsvertreter bzw. Einzelhändler als noch weniger vertrauenswürdig angesehen. Das Ansehen der Bankangestellten weist in den verschiedenen Staaten erhebliche Unterschiede auf. Im Schnitt vertrauen 69 Prozent der weltweit Befragten die Berufsgruppe. In Indien liegt das Vertrauen bei 88 Prozent, in Deutschland hingegen nur bei 39 Prozent, in Spanien bei 14 Prozent.
Das Ansehen der Berufsgruppe der Architekten weist keine derart großen Unterschieden zwischen den Staaten auf. Im Schnitt liegt das Vertrauen hier bei 78 Prozent. In Kanada ist das Ansehen der Architekten mit 90 Prozent besonders hoch, in Südkorea mit 64 Prozent am niedrigsten.
In Deutschland gelten Feuerwehrmänner (97%), Rettungssanitäter (96%), Krankenschwestern (95%) und Piloten (91%) die verlässlichsten Berufsgruppen. Auch das Vertrauen in Ärzte und Apotheker ist mit jeweils 88 Prozent relativ hoch. Die Zugführer und Busfahrer genießen mit 87 Prozent ebenfalls ein hohes Ansehen. Die Deutschen sind mit nur 39 Prozent Vertrauen deutlich misstrauischer gegenüber Bankangestellten als der globale Wert von 69 Prozent. Neben der anhaltenden Bankenkrise sehen die Autoren der Studie mögliche Gründe in der öffentlich diskutierten mangelhaften oder sogar falschen Beratung durch Bankangestellte.
Profisportler, die weltweit das Vertrauen von 63 Prozent genießen, kommen in Deutschland lediglich auf einen Wert von 39 Prozent. Ein möglicher Grund für das relativ geringe Ansehen der Sportler bei den Deutschen sehen die Studien-Autoren in Doping-Fällen im Radsport.
Die Berufsgruppen, denen die Deutschen am wenigsten vertrauen, sind die Journalisten (37% Vertrauen), die Werbefachleute (27%), die Versicherungsvertreter (19%) und wie fast überall auf der Welt die Politiker (15%).

Die obige Umfrage ist zwar alt, aber sie gilt heute noch.


MKG EOBI Johann Uher                                                                                               23.03.2019






Geringes Feuerwehr-Interesse der Politiker

Ich bin 1977 zur Feuerwehr gegangen, um mir selbst und meinen Mitmenschen helfen zu können. Leider es gibt sonst niemanden der uns hilft. Der Ortsvorsteher war auch bei der Feuerwehr. Er kannte die Probleme der Feuerwehr. Die Zusammenarbeit kann als ein Miteinander bezeichnet werden.

Heute ist schon lange keiner des Gemeinde- und Stadtrates bei der Feuerwehr. Nicht einmal der Ortsvorsteher  ist bei der Feuerwehr. So wie vorher ist die Zusammenarbeit leider nicht mehr.

Durch ein Gerücht verbreitet, wurde eine Gemeinderätin gefragt: "Wer ist Chef der Feuerwehr?". Die Antwort der Bürgermeister war und ist falsch. Die richtige Antwort: Der Chef  der Feuerwehr ist der Feuerwehrkommandant laut dem NÖ Feuerwehrgesetz. Das NÖ Feuerwehrgesetz ist ein Landesgesetz und somit auch für die Gemeinde- und Stadträte in NÖ gültig.
Ein NÖ Unterabschnittskommandant hat vollkommen recht, woher sollen es unsere Politiker schon wissen? Die Feuerwehren sollten Schulungen oder Informationsabende anbieten.

Hier nun eine Feuerwehrgeschichte aus 1000 und 1 Nacht: Bei Kenntnis des NÖ Feuerwehrgesetzes kann das nicht passieren!
Durch das fehlende Wissen über die Feuerwehr ist es auch schon in der Vergangenheit vorgekommen, dass Gemeindevertreter dem Kommandant einer NÖ Feuerwehr Weisungen erteilen oder sich bei Feuerwehreinsätzen einmischen wollten. Vor vielen Jahren versuchte ein Ortsvorsteher eine Gemeinde-tätigkeit der Gemeindegrünflächenbewässerung von der Feuerwehr durchführen zu lassen. Der damalige NÖ Feuerwehrkommandant hatte das Anliegen des Ortsvorstehers als ein Hilfegesuch verstanden und hatte sich bereit erklärt die Grünflächen in einer Übung zu bewässern. Es wäre vielleicht sinnvoll, wenn die Gemeindevertreter ihre eigenen Gemeindevorschriften nicht nur durchlesen sondern auch anwenden würden.

Für die feuerpolizeiliche Beschau ist übrigens auch die Gemeinde bzw. der beauftragte Rauchfangkehrer-meister zuständig. Die Feuerwehr ist nicht für alles verantwortlich. Der damalige Bürgermeister hat diese Grünflächengeschichte und weitere Beschwerden  wahrscheinlich als eine interne Angelegenheit bewertet.

Obige Zeilen habe ich geschrieben, da wir wieder möglicherweise einen neuen Ortsvorsteher mit geringer Feuerwehr-Interesse haben. Unser Angebot der Durchführung von Schulungen oder Informationsabenden ist weiterhin aufrecht.
Nur zur Erinnerung. Personen die Feuerwehreinsätze verzögern oder sogar behindern können strafrechtlich bei Gericht verfolgt werden. Bei einer Verurteilung kann es sein, dass diese Personen für einen Teil des entstandenen Schadens aufkommen müssen.  Den Anweisungen von Einsatzkräften wie z.B. der Feuerwehr ist Folge zu leisten.

Wenn sich die Unwissenheit der Gemeinde- und Stadträte auf die Bürgersicherheit negativ auswirkt, dann ist bei den Verantwortlichen der Gemeinde ein sehr hoher Handlungsbedarf gegeben.



MKG EOBI Johann Uher                                                                                                 22.03.2019




Mehr als ein Hobby

Gruppenfoto der FF Alsfeld mit dem kompletten Fuhrpark der Stadtfeuerwehr. Foto: Sven Buchenau


Du bist ein Vorbild


Gruppenbild der Freiwilligen Feuerwehr Köln-Urbach. Auch in den Metropolen sind Ehrenamtliche für die Gefahrenabwehr unverzichtbar. Foto: Patzelt


10 Gründe, warum es sich lohnt, Teil der Freiwilligen Feuerwehr zu sein !!

von Ann-Christin Westphal, 11. Dezember 2018                  
https://www.feuerwehrmagazin.de/wissen/tipps/10-gruende-warum-es-sich-lohnt-teil-der-freiwilligen-feuerwehr-zu-sein-73855

“Wenn ich groß bin, gehe ich zur Feuerwehr, ist doch klar!” Wer hat als Kind nicht mindestens einmal davon geträumt, Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann zu werden? Was vielen Menschen dabei nicht klar ist: etwa 95 Prozent der Feuerwehrleute in Deutschland sind ehrenamtlich tätig. Damit die Gefahrenabwehr auch zukünftig gesichert ist, braucht es freiwillige Feuerwehrleute. Wir haben 10 Gründe zusammengestellt, warum es sich lohnt, Teil der freiwilligen Feuerwehr zu sein.

Siehe Bild oben: Gruppenfoto der FF Alsfeld mit dem komplettenge Fuhrpark.

 

 

1. Kameradschaft und Zusammenhalt: Du bist nicht allein!

Freiwillige Feuerwehr steht für Kameradschaft, Zusammenhalt und Teamwork. Ohne den funktionierenden Zusammenhalt könnte keine Feuerwehr existieren. Gerade im Feuerwehr Einsatz muss sich jedes Truppmitglied aufeinander verlassen können. Kameradschaft endet nicht in der eigenen Wehr, sondern wird auch überregional und international gepflegt. Viele freiwillige Feuerwehren sind freundschaftlich über sogenannte Partnerwehren miteinander verbunden.

2. Gesellschaftliches Engagement: Du hilfst anderen!

“Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr”, lautet ein Feuerwehr-Spruch, der den Zweck der Hilfsorganisation passend beschreibt. Als Feuerwehrmitglied geht es darum, anderen zu helfen und sich gesellschaftlich zu engagieren. Gutes zu tun, verschafft Dir auch selbst ein positives Gefühl.

3. Retten, Löschen, Bergen, Schützen: Du stellst die Gefahrenabwehr sicher!

Retten, Löschen, Bergen, Schützen – so lassen sich die Aufgaben der freiwilligen Feuerwehr prägnant zusammenfassen. Dabei hat die Rettung allerhöchste Priorität. Die Arbeit der Feuerwehr ist vielfältig, das Spektrum der Feuerwehr Einsätze breit gefächert: Von der Brandbekämpfung bis zur Technischen Hilfeleistung ist alles dabei.

4. Viel Verantwortung: Du bist Vorbild!

Siehe Bild oben: Du bist ein Vorbild.

Als Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr trägst Du viel Verantwortung. Im Einsatz für Dich und Deine Kameraden, aber auch außerhalb des Dienstes. Denn Du solltest als Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann eine Vorbildfunktion erfüllen. Gerade als Führungskraft innerhalb der Wehr schauen Kameraden und Jugendfeuerwehrmitglieder zu Dir auf.

5. Adrenalinkick: Du erlebst aufregende Feuerwehr Einsätze!

Der Funkmeldeempfänger piept, der Puls steigt, denn das Adrenalin strömt durch Deinen Körper. Als Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann erlebst Du aufregende Einsätze. Nicht jeder Einsatz ist gleich spannend, aber für jeden Einsatz gilt: vollste Konzentration und das Befolgen von Einsatzbefehlen.

6. Feuerwehr Ausbildung: Du entwickelst Dich weiter!

In Deutschland regelt die Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 (FwDV 2) die Ausbildung der frei-willigen Feuerwehren. Die Truppmannausbildung gliedert sich in einen Teil 1 (Grundausbildungslehrgang) und eine Truppmannausbildung Teil 2. Die Feuerwehr Ausbildung wird nach landesrechtlichen Regelungen beziehungsweise auf Gemeinde-oder Kreisebene durchgeführt. Deshalb kann die Ausbildung von Bundesland zu Bundesland sehr verschieden sein. Als Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr absolvierst Du noch viele weitere Lehrgänge, um höhere Dienstgrade zu erlangen. Du entwickelst Dich weiter!

7. Fahrzeug-und Technik-Fan: Dann bist Du in der Feuerwehr genau richtig!

Als Technik-Freak oder Fahrzeug-Fan kommst du als Feuerwehrmitglied auf deine Kosten. Denn dann gibst Du – nach der nötigen Qualifizierung – bestimmt einen guten Gerätewart in deiner freiwilligen Feuerwehr ab. In Deutschland müssen Feuerwehrfahrzeuge den jeweiligen Normen entsprechen.

8. Leidenschaft Feuerwehr: Du hast viel Spaß!

Helfen macht Spaß. Teil einer festen, verlässlichen Gemeinschaft zu sein, macht Spaß. In der Feuerwehr kannst Du echte Freunde oder sogar Lebenspartner finden. Es macht Spaß, sich einzubringen.

9. Identifikation: Du bist Feuerwehrangehöriger!

Die Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr schafft Dir Orientierung. Feuerwehr ist mehr als nur ein Hobby. Als Feuerwehrangehöriger identifizierst Du Dich voll mit dem Thema.

10. Anerkennung: Du wirst wertgeschätzt!

Als freiwilliges Feuerwehrmitglied wirst Du wertgeschätzt. Für viele Arbeitgeber sind ehrenamtliche Tätigkeiten bei der Auswahl eines Bewerbers von Vorteil. Denn das Engagement in der freiwilligen Feuerwehr spricht für viel Sozialkompetenz. Kinder schauen sowieso zu Dir auf.

Siehe bild oben: Gruppenbild der Freiwilligen Feuerwehr Köln-Urbach. Auch in den Metropolen sind Ehrenamtliche für die Gefahrenabwehr unverzichtbar. Foto: Patzelt

 

 

 

Im Allgemeinen möchte ich mich beim Kommandanten OBI Walter Lindner bedanken, dass er die Jugendfeuerwehr neben anderen Feuerwehrkameraden unterstüzt. Im Besonderen bedanke ich mich beim Kommandanten-Stellvertreter BI Peter Holy und seinen Mitstreitern für den Einsatz und das Entstehen der Jugendfeuerwehr.

MKG EOBI Johann Uher                                                                                                  11.03.2019

 

 

 

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FF Status: Rechtliche Stellung der Freiwilligen Feuerwehr einst und heute!



Übersicht:

1. Einleitung aus der Feuerwehrgeschichte der FF Mühlleiten
2. Die rechtliche Stellung der Freiwilligen Feuerwehr heute und woraus ist sie entstanden?
    §33 NÖ FG 2015
3. Woraus setzt sich das NÖ Feuerwehrgesetz zusammen?
4. Die Freiwilligen Feuerwehren dienen der Feuer- und Gefahrenpolizei. §3 NÖ FG 2015
5. Aufgaben der Feuerwehren. §34 NÖ FG 2015
6. Die Freiwillige Feuerwehr hat die Hilfeleistungsplicht gegenüber der Bevölkerung. §35 NÖ FG 2015
7. Verhalten des Einsatzleiters bei Gefahr im Verzug. §29, §30, § 31 NÖ FG 2015


 

 

 

1. Einleitung aus der Feuerwehrgeschichte der FF Mühlleiten
Die Freiwillige Feuerwehr Mühlleiten wurde im Jahr 1921 gegründet. Der einstige Bürgermeister hat der Freiwilligen Feuerwehr ihr Einsatzgebiet zugeteilt und die Ausgaben der Gemeinde für die Feuerwehr sowie die Ausgaben der Feuerwehr selbst werden seither jährlich vom Bürgermeister|in in der FF-Mitgliederversammlung überprüft. Vom Feuerwehrkommandant ist ein Rechenschaftbericht der geleis-teten Arbeit und der eingesetzten Geldmittel der Gemeinde und der Freiwilligen Feuerwehr vorzulegen.

 

 

2. Rechtliche Stellung der Freiwilligen Feuerwehr heute und woraus ist sie entstanden?
Aus den damaligen Feuerwehrvereinen ist die heutige Freiwillige Feuerwehr als Körperschaft öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltungsrecht entstanden. Dies entspricht einer juristischen Person. Die Vereine für die verschiedensten Zwecke galten bereits in der Antike als Urform der juristischen Person. Dass eine natürliche Person nicht für sich handelte, sondern für eine Personenvereinigung wie beim Verein.

 

Lösungsansatz a) Über die Körperschaft öffentliches Rechts
Quelle: AEIOU Österreich Lexikon www.aeiou.at/aeiou.encyclop.k/k689655.htm

 

Die Körperschaften des öffentlichen Rechts, durch Verfassungsgesetz eingerichtete Selbstverwal-tungskörper mit Rechtspersönlichkeit, zum Beispiel die gesetzlichen Berufsvertretungen (Kammern der gewerblichen Wirtschaft, Kammern für Arbeiter und Angestellte, Landwirtschaftskammern und andere), die Österreichische Hochschülerschaft, die Sozialversicherungsträger, nicht aber die Universitäten. Es besteht ein System der Zwangsmitgliedschaft; manchen Kammern kommt Disziplinargewalt zu (siehe Rechtsanwaltskammer unter anderem).

 

Lösungsansatz b) Über das Feuerwehrgesetz
Siehe Auszug aus dem NÖ Feuerwehrgesetz 2015 (NÖ FG 2015), LGBl. Nr. 85/2015.

 

§ 33 Einteilung und rechtliche Stellung der Feuerwehren
(1) Feuerwehren im Sinne dieses Gesetzes sind die Freiwilligen Feuerwehren, Betriebsfeuerwehren und Berufsfeuerwehren.
(2) Die Freiwilligen Feuerwehren sind Körperschaften öffentlichen Rechts und besitzen Rechts-persönlichkeit. Die Betriebsfeuerwehren sind Einrichtungen des Betriebes. Die Berufsfeuerwehren sind Einrichtungen der Gemeinden.

 

3. Woraus setzt sich das NÖ Feuerwehrgestz zusammen?

Qelle: Herr BR Gerhard Sonnberger vom NÖ Landesfeuerwehrverband 02272/900513159
https://www.noe122.at/service/rechtliche-bestimmungen/dienstanweisungen

 

Das NÖ Feuerwehrgesetz ist ein Landesgesetz. Zu diesem Landesgesetz gehören die Verordnung und die Dienstanweisung. Die Durchführung des Gesetzes wird in den Verordnungen erklärt, hier die Feuerwehrordnung. Der interne Ablauf wird in den Dienstanweisungen festgelegt. Für den Verwal-tungsdienst sind alle Vorgänge aus den Dienstanweisungen zu entnehmen.

 

 

4. Die Freiwilligen Feuerwehren dienen der Feuer- und Gefahrenpolizei
Siehe Auszug aus dem NÖ Feuerwehrgesetz 2015 (NÖ FG 2015), LGBl. Nr. 85/2015.

 

 

§ 3 Feuer- und Gefahrenpolizei
(1) Die Feuerpolizei umfasst:
1. Maßnahmen, die der Brandverhütung, dem vorbeugenden Brandschutz und der Brandbekämpfung dienen, sowie
2. Sicherungsmaßnahmen nach dem Brand und
3. die Mitwirkung bei Erhebungen über die Brandursache.
(2) Die Gefahrenpolizei umfasst Maßnahmen, die
1. der Rettung von Menschen und Tieren sowie der Bergung lebensnotwendiger Güter,
2. der Abwehr von Gefahren für Menschen, Tiere, lebensnotwendige Güter sowie von solchen Gefahren, die einen beträchtlichen Sachschaden bewirken können, und
3. der Notversorgung der Bevölkerung und öffentlicher Einrichtungen mit lebensnotwendigen Gütern dienen.
(3) Die örtliche Feuer- und Gefahrenpolizei umfasst Maßnahmen, die sich auf das Gebiet einer Gemeinde erstrecken und die von der Gemeinde mit ihren eigenen, den ihr zur Verfügung stehenden und den gemäß § 35 Abs. 2 angeforderten Kräften besorgt werden können. Darüber hinausgehende Maßnahmen sind solche der überörtlichen Feuer- und Gefahrenpolizei.
(4) Maßnahmen der Katastrophenhilfe nach anderen landesgesetzlichen Vorschriften gehören nicht zur Feuer- und Gefahrenpolizei.

 

 

5. Aufgaben der Feuerwehren
Siehe Auszug aus dem NÖ Feuerwehrgesetz 2015 (NÖ FG 2015), LGBl. Nr. 85/2015

 

 

§ 34 Aufgaben der Feuerwehren
(1) Aufgaben der Feuerwehren sind:
1. die Brandverhütung, der vorbeugende Brandschutz, die Brandbekämpfung sowie die Mitwirkung bei der Brandursachenermittlung,
2. die Verhinderung, Minderung oder Beseitigung sonstiger Gefahren gemäß § 3 Abs. 2.
(2) Die Feuerwehren haben für ihre Einsatzbereitschaft Sorge zu tragen. Dazu gehören insbesondere folgende Aufgaben:
1. die Ausbildung und Fortbildung der Feuerwehrmitglieder,
2. die Durchführung von Übungen,
3. die Mitwirkung bei der Beschaffung, Errichtung, Erhaltung und Wartung von Einrichtungen und Gerätschaften,
4. die Mitwirkung bei der Mittelbeschaffung zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben,
5. die Pflege der zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit erforderlichen Gemeinschaft.
(3) Die Feuerwehren sind auch berechtigt, außerhalb des Bundeslandes
1. an Übungen und Leistungsbewerben teilzunehmen,
2. über Anforderung Hilfe zu leisten.
(4) Darüber hinaus kann jede Feuerwehr technische und persönliche Hilfsleistungen erbringen, für welche sie aufgrund ihrer Ausstattung und dem Ausbildungsstand ihrer Mitglieder geeignet ist.
(5) Die Erfüllung von Aufgaben gemäß Abs. 1, 3 Z 2 und Abs. 4 gilt als Einsatz. Tätigkeiten gemäß Abs. 2 und Abs. 3 Z 1 sind Einsatztätigkeiten gleichgestellt.

 

 

6. Die Freiwilligen Feuerwehre hat die Hilfeleistungsplicht gegenüber der Bevölkerung
Siehe Auszug aus dem NÖ Feuerwehrgesetz 2015 (NÖ FG 2015), LGBl. Nr. 85/2015.

 

 

§ 35 Hilfeleistungspflicht
(1) Feuerwehren, die der Besorgung der Aufgaben der örtlichen Feuer- und Gefahrenpolizei dienen, sind, diesen Aufgaben innerhalb ihres örtlichen Einsatzbereiches ohne besondere Anforderung durch die Gemeinde nachzukommen; im übrigen Gemeindegebiet sind sie hiezu verpflichtet, wenn sie durch die Gemeinde oder den örtlich zuständigen Einsatzleiter der Feuerwehr angefordert werden.
(2) Freiwillige Feuerwehren, Berufsfeuerwehren sowie Betriebsfeuerwehren im Rahmen bestehender
Vereinbarungen sind verpflichtet, auch außerhalb des Gemeindegebietes über Anforderung einer Gemeinde oder des örtlich zuständigen Einsatzleiters einer anderen Feuerwehr Hilfe zu leisten, sofern die Besorgung der Aufgaben gemäß § 4 Abs. 1 dadurch nicht beeinträchtigt ist.
(3) Sämtliche durch eine Hilfeleistung gemäß Abs. 2 entstehenden Einsatzkosten an Verpflegung, Betriebsmittel, Verbrauchsmaterial und Schäden an Fahrzeugen und Gerätschaften sind der hilfeleistenden Gemeinde durch die anfordernde Gemeinde auf Antrag zu ersetzen. Wird innerhalb eines Jahres ab Geltendmachung der Kosten keine Einigung erzielt, kann die hilfeleistende Gemeinde die Festsetzung der Entschädigung durch das Landesgericht, in dessen Sprengel die die Forderung begründende Handlung gesetzt wurde, begehren. Für das gerichtliche Verfahren sind die Bestimmungen des Eisenbahn-Enteignungsentschädigungsgesetzes, BGBl. Nr. 71/1954 in der Fassung BGBl. I Nr. 111/2010, sinngemäß anzuwenden.
(4) Die Feuerwehren sind über Verlangen der Landesregierung verpflichtet, der zuständigen Bezirks-hauptmannschaft, der Gemeinde ihres Standortes und dem NÖ Landesfeuerwehrverband, Auskünfte, die die Besorgung der Feuer- und Gefahrenpolizei betreffen, zu erteilen.

 

 

7. Verhalten des Einsatzleiters bei Gefahr im Verzug.
Siehe Auszug aus dem NÖ Feuerwehrgesetz 2015 (NÖ FG 2015), LGBl. Nr. 85/2015.

 

 

§ 29 Sicherheitsvorkehrungen
Die Gemeinde hat das Recht, im Brand- oder Gefahrenfall bei Gefahr im Verzug: 1. den Zutritt zu gefährdeten Gebieten sowie zum Einsatzbereich, einschließlich der Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten, zu verbieten, 2.die sofortige Räumungvon Grundstücken und Gebäuden zu verfügen, sofern diese auf Grund ihrer örtlichen Lage oder ihres baulichen Zustandes zum Schutz des Lebens oder der Gesundheit von Menschen oder Tieren erforderlich ist.

 

 

§ 30 Sicherungsmaßnahmen und Aufräumungsarbeiten
(1) Nach einem Brand hat der Eigentümer oder Nutzungsberechtigte des Gebäudes unverzüglich, jedoch ohne die Brandursachenermittlung zu beeinträchtigen, die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen zu treffen und nach Beendigung der Brandursachenermittlung die Aufräumungsarbeiten durchzuführen bzw. zu veranlassen.
(2) Werden die Maßnahmen nach Abs.1 nicht oder nicht rechtzeitig getroffen, so hat die Gemeinde die entsprechenden Maßnahmen dem Eigentümer oder Nutzungsberechtigten des Gebäudes mit Bescheid aufzutragen. Bei Gefahr im Verzug hat die Gemeinde ohne weiteres Verfahren und ohne Anhörung des Eigentümers oder Nutzungsberechtigten die notwendigen Maßnahmen auf Gefahr und Kosten des Eigentümers oder Nutzungsberechtigten zu verfügen und sofort durchführen zu lassen.
(3) Die Gemeinde hat in begründeten Fällen eine Brandwache oder sonstige Sicherungsmaßnahmen anzuordnen. Die Kosten für diese Brandwache sind von demjenigen zu tragen, in dessen Interesse diese Maßnahmen angeordnet wurden.
(4) Nach Beendigung der Bekämpfung einer örtlichen Gefahr sind erforderlichenfalls Maßnahmen zur Verhütung weiterer Schäden zu treffen. Abs.1 und 2 gelten sinngemäß.

 

 

§ 31 Sofortmaßnahmen
Im Falle der Unaufschiebbarkeit sind Maßnahmen gemäß §§29, 30 vom Einsatzleiter der Feuerwehr mit der Wirkung zu treffen, als ob die Maßnahme von der Gemeinde getroffen worden wäre. Er hat davon die Gemeinde zu verständigen.

 

 

 

 

 



Zum Abschluss möchte ich allen Kameraden|innen mitteilen, dass der Anwendungsbereich des NÖ Feuerwehrgesetzes im § 1 wie folgt geregelt ist:
Dieses Gesetz regelt, sofern bundesgesetzliche Vorschriften nicht entgegenstehen, die Angelegenheiten der Feuer- und Gefahrenpolizei.

 




MKG EOBI Johann Uher                                                                                               10.03.2019